Vogue Shops Wien

Donnerstag, 14. Mai, 17:00 Uhr: Wer sagt, dass sich die Leute nicht mehr für Flüge verkleiden? Ich fahre nach Wien, um ein wenig einzukaufen – und besuche den Life Ball, Wiens übertrieben glamouröses jährliches AIDS-Vorteil – und die beiden glamourösesten Charaktere, die darauf warten, das offizielle Life Ball-Flugzeug zu besteigen, sindIvana TrumpundAmanda Lepore,Hände runter. Trump ist mit geschälten Hochsteckfrisuren und Vuitton-Handgepäck mehr als großartig; Die immer fröhliche Transe Lepore trägt ein ausgefallenes Cocktailkleid und einen kirschrosa Satin-Wheelie. Auf der anderen Seite,Bernstein VallettaundMaggie Rizerhaben sich ganz unten angezogen undKaty Perry,wer als Headliner auf dem Event steht, versteckt sich unter einer gestreiften Strickmütze direkt ausDie Katze im Hut.-Freitag, 15. Mai, 11:00 Uhr: Durchstarten! Reiße mich aus meiner wunderschönen Suite im Hotel Bristol (alle großen Hotels spenden Zimmer für Presse- und Promisbesuche – Life Ball ist ein stadtweites Unternehmen) und gehe in die Geschäfte. 12:30 Uhr: Okay, was kommt denn aus Österreich? (Natürlich lieben wir Prada und Hermès, aber das bekommen wir überall.) Neben Klimt-Magneten, Mozart-Puppen und Spieluhren gibt es Dirndl und Lederhosen (ich denke eigentlich, dass ich diesen Look für eine Sekunde hinkriegen kann .) komme zur Besinnung). Ach, aber was ist das? Wolford (wolford.com) ist Österreicher! Ich bevorzuge Sommerleggings. 13:00 Uhr: Ich bin begeistert, Liska zu finden, wo ich mich in das Label Wunderkind von Wolfgang Joop verliebe, das ich in den USA noch nie gesehen habe. Im Obergeschoss ist eine ganze Etage coolen Pelzen gewidmet, die vielleicht für die hippen jungen Ehefrauen russischer Oligarchen zu Besuch sind. 14.30 Uhr: Wer hätte gedacht, dass mein neues Lieblingswort Antikschmuck sein würde? Ob Sie es glauben oder nicht, das bedeutet antiken Schmuck, und in Wien gibt es eine köstliche Auswahl. Ich liebe das Diamant-Bettelarmband (leider 18.000 €!) bei Georg-Wilhelm Siedler (Kohlmarkt 3). 15:00 Uhr: Kurz darauf entdecke ich GardeRobe, das neue Designerklamotten und Vintage-Accessoires anbietet, darunter einen verheerenden Schiaparelli-Hut, und 2006Feb01 (2006Feb01.com) mit seinem angesagten House-Label Katti Zoob. Ich treffe Promi-FriseurDaniloin der Chegini (Plankengasse 4), wo die Ware unter anderem das Rick Owens–manqué Label Blayde enthält. -Samstag, 16. Mai, 9:00 Uhr: Wie viel Glück haben wir, an einem Samstag in Wien zu sein, wenn der Naschmarkt-Flohmarkt geöffnet ist? Mein FreundMickey Boardmanund sein KumpelHubertus Hohenlohebegleiten mich, und gemeinsam kaufen wir eine silberne Jugendstil-Tasse, Art-Deco-Soda-Siphons und ein winziges Foto einer Weimer-Flapper in ihren Skivvies. 13:00 Uhr: Hubertus fährt uns nach Lichterloh, einem Füllhorn des Mid-Century-Modern-Wohndesigns. Dann geht es weiter nach Song , einer Mehrzimmer-Affäre mit seltenen Labels und einer Kunstgalerie im Hintergrund, die sich im aufstrebenden zweiten Bezirk, Wiens Version von Manhattans Meatpacking District, befindet. 14:00 Uhr: Nach einem gemütlichen Mittagessen im überfüllten, festlichen Zum Schwarzen Kameel, Empfehlung von Hubertus, brauche auch ich, Weltklasse-Shopper, eine Pause. Schließlich werde ich heute Abend auf einem Ball erwartet! 20:00 Uhr: Paul Alexander von der Rockgruppe The Ones versucht mich auf meinen ersten Life Ball vorzubereiten und beschreibt ihn als eine Kombination aus Wigstock, Mardi Gras, Silvester und der Halloween-Parade. Unter den rund 40.000 anwesenden Trendsettern befinden sich ein gutaussehender Bill Clinton (der einen humanitären Preis von Fran Drescher entgegennimmt); eine Aufführung von Katy Perry; eine 80-Look-Modenschau von The Blonds; ein Sinfonieorchester; ein Wasserballett; und die New Yorker Innenstadt-Doyenne Patricia Field, die auf einem Lastkahn wie Cleopatra ankommt. (Das Thema der diesjährigen Party ist Wasser.) Ich denke, ich sehe in Ordnung aus, aber wie kann man mit fast nackten Kerlen konkurrieren, die in Netzstrümpfe gehüllt sind und Boote auf dem Kopf haben? Sonntag, 11 Uhr: Zu viel Gelage – oder genau richtig? – macht das Flugzeug zurück nach New York ruhig wie eine Kirchenbibliothek. Katy Perry ist wieder in ihrer Strumpfmütze, Amanda ist in ein weiteres hautenges Konfekt gefesselt. Ich schließe die Augen und als ich sie wieder öffne, schweben wir über Long Island und ich wünschte, ich hätte noch eine Sachertorte gegessen und vielleicht doch noch einen Klimt-Magneten gekauft.